Maria-Hilf

Hilfe in akuter Not – Jesuiten helfen in Syrien

Schon seit 2008 ist der Flüchtlingsdienst der Jesuiten in Syrien, Jordanien und der Türkei aktiv. Zunächst hatte er vor allem Flüchtlinge aus dem Irak betreut, jetzt kümmert er sich verstärkt um syrische Familien, die Opfer von Strassenkämpfen und zerbombten Häusern mit Toten und Verletzten sind.

Der Bürgerkrieg in Syrien hat grauenhafte Ausmasse angenommen, die Bilder in den Medien zeigen, wie die Bevölkerung dieses Landes deswegen leiden muss. – Nach Schätzungen der Vereinigten Nationen sind heute mehr als vier Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe - Nahrung, Obdach und Medikamenten - angewiesen. Aus den zerstörten Orten in Homs, Hama und Daraa sowie aus umkämpften Dörfern und Stadtvierteln flüchteten die Menschen über die Grenzen. Die meisten bleiben jedoch im eigenen Land als Vertriebene und Schutzsuchende.

Rund ein Dutzend syrische Jesuiten leben heute immer noch in Damaskus, Aleppo und Homs. Sie haben mit Unterstützung von Freiwilligen kleine Netzwerke aufgebaut, über die sie Notleidende erreichen. „Wir Jesuiten waren und bleiben in Syrien und können dort auch helfen“ berichtet der Leiter des Flüchtlingsdienstes der Jesuiten im Nahen Osten, Pater Nawras Sammour SJ, aus Damaskus. In dieser Hauptstadt, wie auch in andern Gebieten, laufen die Hilfsprojekte weiter. – Vielfältige Massnahmen werden über Spenden finanziert. Junge Christen und Muslime verteilen gemeinsam Decken, Matratzen, Kochgeschirr, Lebensmittel, und sie helfen den Flüchtlingsfamilien bei der Wohnungssuche, organisieren psychosoziale Betreuung und Unterricht für traumatisierte Kinder.

Es sind vor allem irakische Flüchtlinge, die nun aus ihrer eigenen Erfahrung heraus den Neuankömmlingen menschlichen Beistand und konkrete Hilfe anbieten: Flüchtlinge helfen Flüchtlingen, ein Prinzip, das wirklich greift. – Pater Toni Kurmann, ein Schweizer Jesuit, schreibt dazu „Ihre konkrete Not vor Augen, können wir nichts anders, als ihnen zur Seite zu stehen“.

Bei solcher Not dürfen wir unsere Augen nicht verschliessen. Die Jesuiten in Syrien sind bei ihrer Arbeit dringend auf Spenden von aussen angewiesen, und wir wollen sie dabei nicht im Stich lassen.